Hapag-Lloyd Kreuzfahrten von Piräus nach Lissabon – Mittelmeerreisen 2014

Route der Kreuzfahrt
Hapag-Lloyd Kreuzfahrten von Piräus nach Lissabon – Mittelmeerreisen 2014
Der Sommer naht – auch wenn es bei einem Blick aus dem Fenster aktuell nicht danach aussieht (Schnee & Minusgrade). Damit beginnt dann auch wieder die große Diskussion: „Wo fahren wir dieses Jahr hin?“

Mutter möchte gerne im Urlaub ein wenig shoppen, Vater will auf Kultur nicht verzichten und der Nachwuchs will nur an den Strand. Was auf den ersten Blick wie eine Herausforderung für den perfekten Urlaubsort aussieht, entpuppt sich spätestens im Reisebüro als Kinderspiel.

Eine Mittelmeerkreuzfahrt durch das westliche Mittelmeer lautet das Zauberwort.


Genauer gesagt, eine Kreuzfahrt von Piräus (Griechenland) bis nach Lissabon (Portugal) mit der MS Europa 2 (weitere Infos über das Schiff dann weiter unten) von Hapag Lloyd in 13 Tagen.

Tag 1:
Mit dem Flugzeug geht es von Deutschland aus in die griechische Hauptstadt Athen. Dort angekommen geht es mit dem Bus weiter nach Piräus, wo sogleich die Kabine bezogen (nautisch: einschiffen) wird. Das Auslaufen ist für 22 Uhr geplant.

Tag 2:

Blick auf die Festung von Nafplion

Blick auf die Festung von Nafplion

Der erste Stopp ist „gleich um die Ecke“ in Nafplio geplant. Der Legende nach, wurde die Stadt von Nauplios, dem Sohn des Poseidon gegründet – daher auch ihr Name “Nafplio“.

Die Altstadt liegt unterhalb der Akronauplia – dem Burgberg. Die venezianische Kaserne aus dem Jahre 1713 und das heutige Archäologische Museum bilden mit dem Verfassungsplatz das Zentrum der Altstadt. Vor der Stadt, im Meer, liegt eine Insel die 120 Meter lang und an der breitesten Stelle gerade einmal 43 Meter ist. Auf dieser Insel befindet sich die Festung “Bourtzi” – ein ehemaliges Gefängnis für zum Tode Verurteilte Delinquenten. Heute ist es eine Sehenswürdigkeit und ein Veranstaltungsort (im Sommer).

Tag 3:
Heute ist Entspannen auf See angesagt – wem das allerdings zu ruhig ist, kann sich mit der Erkundung des Schiffs beschäftigen, oder eines der zahlreichen Wellness und Sportangebote an Bord in Anspruch nehmen.

Tag 4:

Korfu

Korfu

Im Gegensatz zu den meisten anderen griechischen Inseln präsentiert sich Korfu seinen Besuchern nicht felsig und karg, sondern in üppigem grün. Auf der zweitgrößten ionischen Insel hat sich schon Österreichs Kaiserin Sisi entspannt – ob mit oder ohne ihren Franz ist leider nicht überliefert.

Korfu-Stadt hatte im Laufe der Jahrhunderte unterschiedliche (be)Herrscher – wobei die Venezianer den Grundstein legten, die Franzosen ein bisschen Pariser Flair und die Engländer ein wenig Kolonialstil einbrachten. Bei einem Spaziergang durch die Altstadt sollte man auf keinen Fall die “Alte Festung” mit einer prächtigen Ausstellung byzantinischer Kunst und den “Königspalast”, der als Residenz der britischen Hochkommisaren (Lords) diente, verpassen.

Tag 5:

Castello Maniace

Castello Maniace

Bereits der römische Philosoph Marcus Tullius Cicero nannte sie “die schönste und größte aller griechischen Städte” – mit “sie” ist Syrakus gemeint. Siziliens zweitgrößte Stadt fasziniert seine Besucher mit seiner Multikulturellen Geschichte.

Viele ehemalige Herrscher haben hier ihre “Visitenkarte” hinterlassen – die Griechen den “Fonte Aretusa”, einen Brunnen der als Süßwasserquelle diente – der römische Kaiser Friedrich II. das “Castello Maniace”, eine Festung die die Hafeneinfahrt der Stadt beschützt und bewacht.

Die UNESCO hat Syrakus im Jahr 2005 (zusammen mit der Nekropolis von Pantalica) mit folgender Begründung zum Weltkulturerbe erklärt:

Dass die Orte und Bauwerke, die das Ensemble Syrakus/Pantalica bilden, eine einzigartige Ansammlung bemerkenswerter Zeugnisse der Mittelmeerkulturen über die Jahrhunderte an derselben Stelle darstellen. Das Ensemble Syrakus/Pantalica bietet durch seine bemerkenswerte kulturelle Vielfalt ein außergewöhnliches Zeugnis der Entwicklung der Zivilisation über mehr als drei Jahrtausende. Die Gruppe von Bauwerken und archäologischen Stätten, die in Syrakus liegen (von dem Kern auf Ortygia bis zu den Überresten, die über den gesamten Stadtbereich verstreut sind), ist das beste Beispiel einer hervorragenden architektonischen Leistung, die verschiedene kulturelle Aspekte umspannt (griechisch, römisch, Barock). Das antike Syrakus war direkt mit Ereignissen, Ideen und literarischen Werken von hervorragender weltweiter Bedeutung verbunden.

Tag 6:

Valletta

Valletta

Durch seine, einem Schachbrettmuster nachempfunden, angelegten Straßen ist das Verlaufen in der maltesischen Stadt Valetta nahezu unmöglich. Die ehemalige Kreuzfahrerstadt gilt als eine der am besten gesicherten Städte der Welt. Zwölf Festungen und Bastionen sind in Ringen um die Stadt angelegt und sollen so verhindern dass feindliche Truppen die Stadt einnehmen.

Die liebevoll restaurierte und renovierte Fassade der “Valetta Waterfront” ist heute eine beliebte Flaniermeile die mit Cafes, Restaurants und Geschäften zum Verweilen einlädt.

Tag 7:

Avenue Habib Bourguiba

Avenue Habib Bourguiba

Die Hafenstadt La Goulette in Tunesien ist der nächste Zwischenstopp auf der Reise nach Lissabon. Da es sich hier hauptsächlich um den Hafenbezirk der Hauptstadt Tunis handelt, empfiehlt es sich die 10 Kilometer in eben diese zu machen.

DER Geheimtipp in Tunis, ist der “Marché Central” – der Hauptmarkt. Die Mischung aus traditioneller und moderner Architektur verleiht der 2007 renovierten Markthalle einen ganz besonderen Flair. Das Angebot kann sich sehen lassen: regionale Früchte und Gemüse, frische Produkte aus dem Meer und Gewürze aus allen Teilen des Landes werden hier unter erheblichem Stimaufwand feilgeboten.

Wenn die Zeit noch ausreicht, empfiehlt es sich einen Spaziergang entlang der “Avenue Habib Bourgiba” mit seinen exklusiven Boutiquen und Geschäften zu unternehmen. Eine kurze Pause in einem der zahlreichen Cafes oder Restaurants hat übrigens auch noch niemandem geschadet.

Tag 8:

Palazzo Reale Palermo

Palazzo Reale Palermo

Nach Syrakus ist nun Palermo, das kulturelle Zentrum Siziliens, der zweite Stopp auf der italienischen Insel.

Die bekannteste Sehenswürdigkeit dürften sicherlich die Katakomben unter dem Kapuzinerkloster sein. Von 1599 bis 1881 wurden verstorbene hier “beerdigt” (aufgebahrt oder ausgestellt trifft es eher). Anfangs ausschließlich den Möchen vorbehalten, konnte sich nach und nach auch die Oberschicht Palermos hier bestatten lassen – insgesamt sind heute über 2.000 Mumien hier vorhanden.

Für alle die es nicht so gruselig mögen, bietet sich ein Rundgang durch die Altstadt von Palermo an. Wie schon in Syrakus, haben auch hier die verschiedenen Herrscher ihre Spuren hinterlassen: Kirchen in arabisch-normannischen Stil, gotische Kirchen und der Normannenpalast – ehemaliger Sitz der sizilianischen Könige.

Tag 9:
Heute steht wieder ein Tag auf See ein. Genug Zeit das Schiff von oben bis unten zu erkunden?

Tag 10:

Algier bei Nacht

Algier bei Nacht

Algier ist ein Paradebeispiel für die Verschmelzung von orientalischen und französischen Einflüssen – ein Schmelztiegel der Kulturen und Lebensarten. Eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt ist der “Jardin d´Essai” – eine Oase inmitten des Trubels der Algerischen Hauptstadt. Tropische Pflanzen die in allerlei Farben schimmern für das Auge und exotische Düfte für die Nase erwarten den Besucher hier.

Tag 11:

Cartagena

Cartagena

Seinen Namen hat Cartagena von seinen Gründern – den Karthagern. Wie in nahezu jeder Stadt auf der iberischen Halbinsel, haben hier auch die Araber, Byzantiner und natürlich auch die Römer ihre Spuren in der belebten Geschichte der Stadt hinterlassen.

Zu den Relikten aus der Vergangenheit zählt unter anderem das römische Amphitheater und das “Castillo de la Concepción”, einer Burg die 70 Meter über dem Hafen thront – und aus der Zeit des spanischen Bürgerkriegs ist die Ruine der Kathedrale “Santa Maria la Vieja” zu besichtigen.

Tag 12:
Genießen Sie heute noch einmal einen kompletten Seetag. Erholen Sie sich an einem der Pools oder nutzen Sie das breitgefächerte Animations-/Sportprogramm.

Tag 13:

Torre de Belem

Torre de Belem

Wie Rom, liegt auch die Hauptstadt Portugals – Lissabon – auf sieben Hügeln. Lissabon ist so vielfältig wie kaum eine andere Stadt in Europa. Das reicht von (augenscheinlich) chaotisch und pulsierend am Tag bis hin zu einer magischen Aura die Nachts durch die vielen Lichter in den engen Gassen leuchten.

Der ganze Charme der Stadt kommt am besten im alten, dem mittelalterlichem Teil (Baixa) besonders zur Geltung. Vom Stadtbild kaum mehr wegzudenken ist der “Torre de Belém”, ein von König Manuel I. in Auftrag gegebener und 1521 fertiggestellter Festungsturm, der die Tejomündung bewacht. 1983 wurde der Turm von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Tag 14:

Nach einer letzten Übernachtung an Bord ist für heute der Rückflug nach Deutschland geplant.

Schiffdetails:
Baujahr: 2013
Kategorie: 5-Sterne-plus (lt. Berlitz Cruise Guide 2014)
BRZ: 42.830
Werft: STX Europe, St.-Nazaire, Frankreich
Länge: 225,38 m
Breite: 26,70 m
Tiefgang: 6,30 m
Gesamtleistung: 24.000 kW
Geschwindigkeit: 21 Knoten
Stabilisatoren: Blohm + Voss, 2 × 14 m² Flügelfläche
Passagierdecks: 7
Passagierkapazität: 500
Crew: 370
Bordsprache: Deutsch
Zodiacs (motorbetriebene Schlauchboote): 12
Tender (150 Plätze): 4
Hospital: Ja

    Suiten insgesamt: 251

  • 2 Owner Suiten inklusive Veranda à 114 m²
  • 2 Grand Penthouse Suiten inklusive Veranda à 88 m²
  • 16 Spa Suiten inklusive Veranda à 52 m²
  • 24 Grand Suiten inklusive Veranda à 52 m². (davon 2 behindertengerecht)
  • 59 Ocean Suiten inklusive Veranda à 35 m²
  • 141 Veranda Suiten inklusive Veranda à 35 m²
  • 7 Familien Appartements inklusive Veranda à 2 x 27 m²

Alle weiteren Informationen zu Schiff gibt es hier.

Nafplion: Andreas Tille, CC BY-SA 3.0
Korfu: Alinea, CC BY-SA 3.0
Syrakus: Stevage, CC BY-SA 2.5
Tunis: Dacoslett, CC0 1.0
Palermo: Bjs, CC BY-SA 2.5
Algier: PhR61, CC BY 2.0
Lissabon: Kondephy, CC BY-SA 3.0

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Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 12. Februar 2014 um 13:55 Uhr erstellt und unter der Kategorie Reisen abgelegt. Wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, hinterlasse einen Kommentar, oder setze einen Trackback von Deiner eigenen Homepage.

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