Bier aus Franken: Eine Übersicht

Montag, 28. Februar 2011 / Keine Kommentare » / von Phil

Franken, das Zentrum Europas, besitzt mit über 270 verschiedenen kommerziellen und (größtenteils) unabhängigen Brauereien die größte Brauereidichte der Welt!

Außerdem gehören insbesondere viele dieser Kleinbrauereien auch zum Besten, was das Brauwesen weltweit zu bieten hat.

Die Internetseite “www.bierinfo-franken.de” dokumentiert seit 1998 den Bestand der fränkischen Brauereien. Damit ist diese Internetseite auch die erste zuverlässige Quelle, um sich über die fränkischen Brauereien zu informieren. Von 2002 bis März 2010 wurde ein Brauereiführer auf CD herausgegeben und jährlich mehrfach aktualisiert. Dies war auch die erste Brauereidatenbank für ganz Franken, die nun durch die kostenlose Internetdatenbank von www.bierregion-franken.de ersetzt wird.

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Gastartikel-Aktion: Flucht vor dem deutschen Wetterchaos

Donnerstag, 17. Februar 2011 / Keine Kommentare » / von Phil

Anh Viet TrinhÜber den Autor:
Ich heiße Viet, schreibe auf trendspots.de über diverse Themen, die ich gerade aufgeschnappt habe. Twittern tu ich nicht wirklich, weil es mir alles zu kurz ist :)

Schaut man aus dem Fenster – so möchte man meistens dem deutschen Wetterchaos entfliehen. Schnee, Kälte, Nässe und meistens trübes Wetter – der Deutsche an sich, kennt das nicht anders. Doch gibt es natürlich eine Alternative. Inseln im Meer – wo meistens die Sonne scheint, das Meer rauscht und keine Hektik den Tag bestimmt.

La Palma könnte solch eine Alternative sein, eine Insel wo Schönheit sich versteckt, eine Insel über die man oftmals keine Worte findet. Doch einmal dort gewesen, kann man sich dem ganz besonderen Reiz der Insel nicht mehr entziehen. Wie magisch wird man angezogen von dieser versteckten Schönheit. Dabei vielleicht sogar noch den Geist in Bewegung halten in Form eines dort möglichen Fernstudiums in den unterschiedlichsten Branchen wie zum Beispiel Tanzpädagogik, Heilkunde, Esotherik, Fung Shui und vieles mehr – was hält den Deutschen davon ab, hier zu agieren. Ein Zitat an dieser Stelle soll es auf den Punkt bringen: “Leere Taschen haben noch niemanden aufgehalten. Nur leere Köpfe und Herzen können das.”
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Gastartikel-Aktion: Webdesign mit Typo3

Mittwoch, 16. Februar 2011 / Keine Kommentare » / von Phil

Thomas SlugaÜber den Autor:
Dieser Artikel wurde verfasst von Thomas A. Sluga, Jahrgang 1983. Thomas ist Inhaber der Typo3 Agentur BrowserManiac. Er beschäftige sich mit den Themen Typo3 Webdesign und Suchmaschinenoptimierung (SEO). Er ist studierter Informatiker (FH Hannover).

Komplexe Internetseiten und die Anbindung an soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook stellen Programmierer vor immer größere Herausforderungen. In der heutigen Zeit von Web 2.0 sind Kunden anspruchsvoller und die gewünschten Internetseiten vielfältiger als noch vor einigen Jahren. Entwickler die seit Jahren im Bereich Webdesign tätig sind haben dies sehr schnell gemerkt. Die zahlreichen großen und kleinen Probleme der Internetwelt haben die Entwickler vor eine große Herausforderung gestellt und die Antwort auf Lösung lautet heute oft Content Management System oder kurz CMS. Zu den größten und mächtigsten CMS der Welt gehört Typo3.

Typo3 Webdesign

Denkt man an die Anfänge von Internetseiten, so erinnert man sich an ein einfaches Layout auf Basis von Tabellen. Hier mußte jede Seite manuell programmiert werden. Einen großen Schritt weiter ging es mit der Einführung von PHP. Nun konnten Inhalte nachgeladen werden ohne das Layout für jede Seite programmieren zu müssen. Heute greifen immer mehr Entwickler auf ein Typo3 Webdesign zurück. Bei Typo3 handelt es sich um ein System zur einfachen Erstellung, Verwaltung und Pflege von Webseiten.
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Gastartikel-Aktion: Strom sparen im Haushalt

Dienstag, 15. Februar 2011 / Keine Kommentare » / von Phil

Über den Autor:
Andreas Madel betreibt die Webseite www.kwh-preis.de die sich mit den Strom-und Gasmarkt in Deutschland beschäftigt. Neben Tarifrechnern für Strom und Gas wird der thematische Schwerpunkt der Webseite auf erneuerbare Energien und Ökostrom gelegt.

Jedes Jahr das gleiche Spiel. Die Energieanbieter erhöhen die Strompreise. Obwohl der Erzeugerpreisindex Strom des Statistischen Bundesamtes zwischen Oktober 2008 und Oktober 2010 um 20 Prozent gefallen ist, müssen sich Verbraucher auch 2011 auf steigende Strompreise einstellen. Bereits zum Jahreswechsel haben 609 Stromanbieter die Preise um durchschnittlich 7 Prozent angehoben.

Die Stromanbieter rechtfertigen die Preiserhöhungen mit gestiegenen Umlagen für erneuerbare Energien oder langfristigen Beschaffungsstrategien. Verschwiegen wird gerne, dass viele Preiserhöhungen zumindest zum Teil in die Kassen der Stromanbieter fließen. Verbraucher bleibt indes nur zwei Möglichkeiten. Zum einen zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln. Zum anderen den Stromverbrauch zu reduzieren. Der günstigste Strom ist immer noch der, welcher gar nicht verbraucht wird. Vom Strom sparen profitiert im übrigen nicht nur der Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Weniger Strom bedeutet weniger Atommüll und CO2 Emissionen.
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Gastartikel-Aktion: Hochzeitsreise in das schöne Kenia

Montag, 14. Februar 2011 / Keine Kommentare » / von Phil

Sabine HutterÜber die Autorin:
Sabine Hutter arbeitet als Texterin und Übersetzerin und betreibt das Portal heiratsideen.de.

Wer nach Afrika reist, wird auch eine häufig große Anzahl von Nationalparks antreffen. Der Hintergrund dieser Aufbauten liegt darin, dass hier bedrohten Tier- und teilweise auch Pflanzenarten ein geschützter Lebensraum zur Verfügung gestellt werden soll. Die Artenerhaltung ist ein großes Problem in Afrika, denn der Mensch nimmt zum einen immer stärker den Lebensraum der Tiere ein – zum Beispiel durch intensive Rodungen von Regenwäldern – zum anderen stellen auch Wilderer ein großes Problem dar, die mit den Tierarten illegalen Handel betreiben und so die Anzahl dieser Tiere deutlich dezimieren.

In Kenia finden sich viele Nationalparks, denn die sind ein wichtiges finanzielles Standbein im Bereich des Tourismus in Afrika. Den größten Nationalpark Kenias stellt der Tsavo-Nationalpark dar und dieser ist aufgrund seiner enormen Größe sogar in Tsavo-Ost sowie Tsavo-West unterteilt.
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Aktion im Februar – Dein Gastbeitrag auf meinem Blog!

Sonntag, 30. Januar 2011 / Keine Kommentare » / von Phil

Durch Zufall bin ich auf den Blog von Thomas, www.hombertho.de gestoßen. Dort hat er letzten Herbst zu einer kleinen “Gastblogger-Aktion” aufgerufen. Da ich bis März die Zeit überbrücken muss (dann gibt es wieder eine Artikelserie) möchte ich auf meiner Seite ebenfalls zu einer solchen Aktion aufrufen.

Wie kann ich mitmachen?

Ich plane vom 14.2. bis zum 28.2.2011 täglich einen Gastbeitrag zu veröffentlichen. Schreib mir eine E-Mail an: gastartikel@philippe-der-reiseleiter.de mit Deinem Artikel als Word-Dokument oder als pdf (Bilder für den Artikel sind ebenfalls willkommen), mit einem kleinen Bild von Dir und einer Kurzinfo über Dich. Gerne auch mit einem Link zu Eurem Facebook- oder Twitterprofil worauf in der Einleitung verlinken werde.

Im besten Fall wird es vom 14.2. an für 2 Wochen täglich einen Artikel geben (wenn mehrere Artikel eingehen, gibt es sogar täglich mehr als einen Artikel) – den Inhalt bestimmt Ihr. Grundsätzlich besteht aber kein Anspruch auf eine Veröffentlichung. Ich behalte mir vor Artikel abzulehnen. In der Regel, weil die folgenden “Spielregel” nicht eingehalten wurden.

Die “Spielregeln”

  • Reicht nur Artikel ein, die Ihr selbst verfasst und noch nirgendwo veröffentlicht habt. Sollte eine fremde Quelle angezapft worden sein, diese bitte angeben.
  • Der Text sollte eine Mindestlänge von 500 Wörtern haben.
  • Das Thema bestimmt Ihr – eEgal ob Politik, Haustiere, Hobby, Sport, Musik oder Lieblingsserie. Werbung für eine Webseite, einen Blog, einen Service etc. wird nicht veröffentlicht.
  • Texte mit Rassistischem, Pornografischem und/oder Gewaltverherrlichendem Inhalt werden kommentarlos abgelehnt.
  • Ihr dürft im Text gerne einen Link setzen, wohin bleibt Euch überlassen. Bitte nicht auf Casinos oder Pillenseiten verlinken.
  • Die Urheberrechte an Text und Bild bleiben selbstverständlich bei Euch.

Was ist der Vorteil für Euch?

Zum einen erhaltet Ihr einen Platz für Eure Text, sowie eine Verlinkung zu Eurem Twitter- oder Facebookprofil und einen Link aus Eurem Text heraus.

Ich freue mich schon auf Eure Texte, wenn diese Aktion im Februar erfolgreich ist, werden im Laufe des Jahres sicherlich noch weitere folgen.

Einsendeschluss ist der 13.2.2011, Texte die danach eingesandt werden, können leider nicht mehr berücksichtigt werden.

So könnte Dein Artikel aussehen

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Irren ist menschlich…

Freitag, 21. Januar 2011 / Keine Kommentare » / von Phil

…dieses wohlbekannte Sprichwort geht auf die lateinische Redewendung “Errare humanum est” zurück. Einige (vermutlich) kluge Köpfe sind mit der ein oder anderen Aussage mal mehr mal weniger ins Fettnäpfchen getreten ;o).

Vorhang auf – für die kuriosesten Aussagen:

Bill Gates – US-Amerikanischer Unternehmer – 1981
“640 Kilobyte sind genug für jeden.”

Magazin Populäre Mechanik – 1949
“Computer der Zukunft werden nicht mehr als 1.5 Tonnen wiegen.”

Ein IBM-Ingenieur über den Microprozessor – 1968
“Aber für was ist das gut?”

Thomas Watson – Vorsitzender von IBM – 1943
“Ich denke, es gibt weltweit einen Markt für vielleicht fünf Computer.”

Herausgeber einer Geschäftsbuch-Reihe – 1957
“Ich kann Ihnen versichern, daß Datenverarbeitung ein Tick ist, welcher dieses Jahr nicht überleben wird.”

Ken Olson – Präsident von Digital Equipment Corp. – 1977
“Es gibt keinen Grund, warum irgendjemand einen Computer in seinem Haus wollen würde.”

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Nürnberg im Nationalsozialismus – Teil 8 – Die Nürnberger Prozesse

Sonntag, 16. Januar 2011 / Keine Kommentare » / von Phil

Anmerkung vorab:
Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Personen, deren Gedankengut welches sie verbreitet haben, sowie sämtlichen (Verfassungsfeindlichen) Symbolen die auf den Fotos zu sehen sind. Da die Bilder in einem historischen Zusammenhang mit der Geschichte Nürnbergs stehen, ist eine Veröffentlichung gestattet (siehe auch Strafgesetzbuch § 86 Absatz 3).

Die Vorgeschichte der Nürnberger Prozesse

Die Prozesse gegen die Hauptverantwortlichen des NS-Regimes und die Folgeprozesse wurden erst möglich, nachdem Deutschland (Deutsches Reich) und 10 weitere Nationen (Australien, Großbritannien, Indien, Freie Republik Irland, Kanada, Neuseeland, Südafrika, Tschechoslowakei und USA) den Briand-Kellog-Pakt zur Ächtung von Angriffskriegen unterschrieben hatten (1928). Im August 1945 wurde von den Alliierten auf der Londoner Konferenz die Entscheidung getroffen den Internationalen Militärgerichtshofes in Nürnberg durchzuführen – vor allem aus infrastrukturellen Gründen.

Das Gefängnis – Luxus gibt es hier nicht

Bereits 1868 wurde das Gefängnis Aufgrund des günstigen Baulandes und der guten Infrastruktur ín Nürnberg errichtet. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Konzept “Zellengefängnis” immer verbreiteter, auch in Nürnberg wurde dieses Konzept angewendet. Man erhoffte sich durch die völlige Isolation der Mithäftlinge eine Besserung im Verhalten der Insassen.

Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 war das Chaos in Deutschland enorm und die NS-Führung war entweder tot oder auf der Flucht. Adolf Hitler, Jospeh Goebbels und Heinrich Himmler begingen Selbstmord – sie konnte man nicht mehr vor Gericht stellen, die Alliierten machten sich nun auf die Suche nach weiteren hochrangigen Nationalsozialisten. Rudolf Heß befand sich seit Mai 1941 in britischer Gefangenschaft, Julius Streicher wurde zufällig von einem GI erkannt und verhaftet, Schirarch galt als tot – er stellte sich aber den Amerikanern in Wien, Göring (war nicht sehr diskret und reiste mit 17 LKW) geriet in amerikanische Gefangenschaft, von Papen wurde in einer Jagdhütte aufgespürt, Frank wurde in einem Lager entdeckt, Rosenberg versteckte sich in einem Lazarett, Seyß-Inquart wurde von der kanadischen Marine aufgebracht und von Ribbentrop wurde in Hamburg verhaftet. Martin Bormann blieb verschwunden, man machte ihm in Abwesenheit den Prozess.

Ab September 1945 wurden die Angeklagten aus Frankfurt/Main und dem Luxemburgischen Mondorf ins Zellengefängnis von Nürnberg überstellt und interniert. Man verweigerte ihnen Anfangs noch den Kontakt zu den Mitgefangenen, doch wurde dieser Beschluss nach wenigen Wochen wieder aufgehoben – dennoch litten sie unter den Haftbedingungen. Während die “NS-Elite” es gewohnt war selbst in größter Knappheit mit Lebensmitteln und anderer Mangelware fürstlich versorgt zu werden und in pompös eingerichteten Häusern/Villen zu leben, gab es im Gefängnis nur knapp bemessene Lebensmittelrationen und auch die Zelle war sehr spartanisch eingerichtet (Liege, Tisch und Stuhl). Am 25. Oktober 1945 erhängte sich Robert Ley nur wenige Wochen vor Prozessbeginn ein seiner Zelle.

Von diesem Zeitpunkt an wurden die Häftlinge 24 Stunden am Tag durch Soldaten der US-Armee überwacht und auch Nachts brannte in den Zellen das Licht.

Der Schwurgerichtssaal 600

Da Nürnberg in der amerikanischen Besatzungszone liegt, wurde der komplette Justizpalast 1945 kurzerhand beschlagnahmt und umgebaut. Die Umbaumaßnahmen betrafen hauptsächlich den Schwurgerichtssaal Nummer 600. Die aufwendigste Maßnahme war das einbauen von Zuschauertribünen und das herausbrechen der heutigen Rückwand um ausreichend Platz für die Presse zu schaffen.

Modell zum Umbau des Schwurgerichtssaals

Um Filmaufnahmen während des Prozesses machen zu können und aus Sicherheitsgründen mussten die Fenster im Schwurgerichtssaal verhängt werden und der große Kronleuchter musste Lichstrahlern weichen. Auf einem erhöhten Podest vor den Fenstern befand sich die Richterbank der Alliierten, ihnen gegenüber – auf der anderen Seite des Saales saßen die Angeklagten und ihre Anwälte und an der Stirnseite des Raumes war der Stuhl für den jeweiligen Zeugen der seine Aussage machte – heute befindet sich hier die Richterbank.

Die Gestaltung der Inneneinrichtung und Umbaupläne wurde dem zu damaligen Zeitpunkt 33 Jahre alten Architekten Dan Kiley aus Boston übertragen, nahezu alle Möbel die während des Gerichtsverfahrens genutzt wurden, stammen von ihm.

Die Angeklagten – 21 Täter vor Gericht

Stellvertretend für die Nationalsozialistische Führung:Anklagepunkte / Schuldig in den Punkten:Urteil:
Hermann Göring *Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe1-4 / 1-4Tod durch den Strang
Rudolf HeßStellvertreter Hitlers in der NSDAP (bis 1941)1-4 / 1, 2Lebenslange Haft (Suizid 1987)
Martin Bormann **Leiter der Parteikanzlei1, 3, 4 / 3, 4Tod durch den Strang
Joachim von RibbentropAußenminister1-4 / 1-4Tod durch den Strang
Robert Ley ***Reichsorganisationsleiter der NSDAP1, 3, 4 / ---
Franz von Papenehemaliger Reichskanzler (als "Wegbereiter" Hitlers)1-2 / ---Freispruch
Stellvertretend für das Oberkommando der Wehrmacht:
Wilhelm KeitelChef des Oberkommandos der Wehrmacht1-4 / 1-4Tod durch den Strang
Alfred JodlChef des Wehrmachtführungsstabes1-4 / 1-4Tod durch den Strang
Stellvertretend für das Reichssicherheitshauptamt:
Ernst KaltenbrunnerChef der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes1, 3, 4 / 3, 4Tod durch den Strang
Stellvertretend für die Kriegswirtschaft:
Albert SpeerReichsminister für Munition und Bewaffnung1-4 / 1-420 Jahre Gefängnis
Fritz SauckelGeneralbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz1-4 / 3, 4Tod durch den Strang
Hjalmar SchachtReichsbankpräsident (bis 1939)1, 2 / ---Freispruch
Walther FunkReichsbankpräsident (1939 - 1945)1-4 / 2, 3, 4Lebenslange Haft (1957 begnadigt )
Gustav Krupp von Bohlen und HalbachUnternehmerKrankheitsbedingt Prozessunfähig
Stellvertretend für die Kriegsmarine:
Erich RaederGroßadmiral und Oberbefehlshaber bis 19431, 2, 3 / 1, 2, 3Lebenslange Haft (1955 begnadigt)
Karl DönitzGroßadmiral und Oberbefehlshaber von 1943 bis 19451, 2, 3 / 2, 310 Jahre Gefängnis
Stellvertretend für die Verbrechen in den (ehemals) besetzten Gebieten (insbesondere in Konzentrationslagern):
Hans FrankGeneralgouverneur in Polen1, 3, 4 / 3, 4Tod durch den Strang
Arthur Seyß-InquartReichskommissar in den Niederlanden1-4 / 2, 3, 4Tod durch den Strang
Alfred RosenbergReichsminister für die besetzten Ostgebiete1-4 / 1-4Tod durch den Strang
Konstantin von NeurathReichsprotektor für Böhmen und Mähren (bis 1943)1-4 / 1-415 Jahre Gefängnis (1954 begnadigt )
Wilhelm FrickReichsminister des Innern von 1933 bis 1943 und Reichsprotektor für Böhmen und Mähren von 1943 bis 19451-4 / 2, 3, 4Tod durch den Strang
Stellvertretend für die nationalsozialistische Propagandamaschinerie:
Julius StreicherHerausgeber des Hetzblattes "Der Stürmer"1, 4 / 4Tod durch den Strang
Hans FritzscheLeiter der Rundfunkabteilung im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda1, 3, 4 / ---Freispruch
Baldur von SchirachReichsjugendführer1, 4 / 420 Jahre Gefängnis

* Hermann Göring – Selbstmord durch Zyankali am 15.10.1946
** Martin Bormann – In Abwesenheit zum Tode verurteilt. Vermutlich am 02.05.1945 in Berlin umgekommen
*** Robert Ley – Selbstmord durch erhängen am 25.10.1945 in seiner Zelle

Das Tribunal und seine Anwälte, Richter und Ankläger

Die Alliierten eröffneten am 18. Oktober 1945 in Berlin (sowjetische Besatzungszone) das Hauptverfahren gegen die Hauptangeklagten im Nürnberger Prozess. Die Eröffnungssitzung hatte aber eher einen symbolischen Charakter, da die Amerikaner unter allen Umständen den Prozess in ihrer Besatzungszone durchführen wollten. Das Verfahren fand ab dem 20. November 1945 von nun an nur noch in Nürnberg statt. Alleine der Mitarbeiterstab der US-Delegation umfasste 2.000 Personen, etwa das doppelte der britischen Delegation. Von den sowjetischen Mitarbeitern hielten sich ca. nur ein knappes Dutzend in Nürnberg während der Prozesse auf – von den französischen waren es gar noch weniger.

Jede Siegermacht stellte je 2 Richter, von denen aber nur je einer tatsächliche Entscheidungsgewalt hatte. Für die USA waren dies Francis Beverley Biddle und John Johnston Parker, für die UdSSR Iona Timofejewitsch Nikittschenko und Alexander Woltschkow, für Großbritannien Geoffrey Lawrence und Norman Birkett sowie
Henri Donnedieu de Vabres und Robert Falco für Frankreich.

Für die Anklage stellte jede Siegermacht je einen Vertreter, Robert H. Jackson für die USA, Roman Andrejewitsch Rudenko für die UdSSR, Hartley Shawcross für Großbritannien und bis zu seinem Rücktritt François de Menthon für Frankreich, danach Auguste Champetier de Ribes.

Robert H. Jackson

Als Kronzeuge für die Anklage fungierte Generalmajor Erwin von Lahousen, langjähriger Leiter der Abteilung II des Amtes Ausland/Abwehr und zugleich einziger Überlebender Offizier dieser Abteilung. Die Mitarbeit von Lahousen kam auf seinen Wunsch zustande und unterstützte die Beweisführung mit seinem internen Wissen. Trotz seiner aufklärenden und helfenden Aussagen vor dem Kriegsverbrechertribunal, verblieb Erwin von Lahousen bis 1947 in amerikanischer Kriegsgefangenschaft.

Das Verfahren

Der Prozess begann am 20. November 1945 und endete am 1. Oktober 1946. In diesem Zeitraum wurden 240 Zeugen gehört und über 300.000 Eidesstattliche Versicherungen zusammengetragen – alleine das Sitzungsprotokoll umfasst über 16.000 Seiten. Das Verfahren wurde nach dem amerikanischen Strafgesetz verhandelt – alle Angeklagten hatten nach Verlesung der Anklageschrift die Möglichkeit sich schuld oder nicht schuldig zu bekennen (alle bekannten sich nicht schuldig, Hermann Göring versuchte bei dieser Gelegenheit eine Erklärung abzugeben, wurde aber von den Richtern zur Ordnung gerufen).

Vervielfältigung von Schriftstücken

Die Nürnberger Prozesse galten zudem als Geburtsstunde des Modernen Simultandolmetschens – das bis dato übliche Konsekutivdolmetschen hätte den Prozess unnötig in die Länge gezogen. Die Firma IBM stellte den sogenannten “Speech Translator”, trotz seiner 20 Jahre und hin und wieder auftretenden technischen Störungen kostenlos zur Verfügung. Die Dolmetschern konnten Mittels des Apparates dem Sprecher über verschiedene farbige Lampen folgendes mitteilen: langsamer sprechen, deutlicher sprechen (wurde vor allem bei Fritz Sauckel angewandt), Passage wiederholen oder Rede unterbrechen.

Dolmetscher

Für die drei sogenannten “Arbeitssprachen” waren drei Teams à zwölf Dolmetscher im Einsatz die ohne Unterbrechung während des gesamten Prozesses für das Gericht, die Angeklagten, die Kläger sowie für Verteidiger und Zeugen arbeiteten.

Originalaufnahmen der Nürnberger Prozesse

Nach dem Ende des Hauptprozesses im Oktober 1946 begannen die Nachfolgeprozesse die bis April 1949 andauerten.

Nürnberg im Nationalsozialismus – Teil 7 – Das Zeppelinfeld & die Steintribüne

Montag, 6. Dezember 2010 / Keine Kommentare » / von Phil

Anmerkung vorab:
Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Personen, dem Gedankengut welches sie verbreitet haben, sowie sämtlichen (Verfassungsfeindlichen) Symbolen die auf den Fotos zu sehen sind. Da die Bilder in einem historischen Zusammenhang mit der Geschichte Nürnbergs stehen, ist eine Veröffentlichung gestattet (siehe auch Strafgesetzbuch § 86 Absatz 3). Die Bilder wurden mir von Dr. Eckart Dietzfelbinger, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Dokumentationszentrum Nürnberg zur Verfügung und Veröffentlichung gestellt. Vielen Dank an dieser Stelle!

Das Zeppelinfeld & die Steintribüne – damals

Seinen Namen erhielt das Zeppelinfeld durch die erste Landung eines Zeppelin in Nürnberg am 27. August 1909. 1910 wurde das ehemals sumpfige Wald- und Wiesengebiet in eine Parkanlage mit angeschlossenem Volksfestplatz umgewandelt. Unter der Leitung des damaligen Oberbürgermeisters Dr. Hermann Luppe wurde das komplette Gebiet zwischen dem Tiergarten (damals am Dutzendteich untergebracht) und dem Zeppelinfeld nach dem Ersten Weltkrieg zu einem „Volkspark“ umgewandelt.

Zum Volkspark zählten neben mehrerer kleinen Sportanlagen auch das städtische Stadion mit dem Stadionbad sowie einer Kleingärtneranlage, Liegewiesen und Wanderwege. Bereits 1929 entstanden im Bereich der Steintribünen fünf Meter hohe Wälle die bis zu 80.000 Menschen Platz bieten sollten. Ab 1933 wurde diese Anlage für die politischen Veranstaltungen der NSDAP übernommen.

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