Sommerurlaub in Schottland

Es war mal wieder Zeit für Urlaub, richtigen Urlaub. Diesmal war ich Gast, weit und breit keine Gäste die wegen schmutzigen Zimmern, nicht funktionierenden Klimaanlagen und schlechtem Essen meckern! Nachdem wir Spanien, Griechenland und Türkei nach und nach ausgeschlossen haben, entschieden wir uns nach Schottland zu fahren. Ihr fragt Euch sicherlich “Wie kann man freiwillig im Sommer nach Schottland fahren? Da regnet es doch den ganzen Tag!”. Das ist so nicht ganz korrekt, 10-15 Minuten am Tag scheint auch mal die Sonne.

Da wir übers Internet sehr günstige Flüge bekommen haben, gab es für uns kein zurück mehr ;)

Tag 1, 16.06.2008:

Los ging es 16.06. von Frankfurt Hahn aus. Abends um 22 Uhr kamen wir in Glasgow an, leider war es schon zu spät für Sightseeing, deshalb beschlossen wir es auf den nächsten Tag zu verschieben.

Tag 2, 17.06.2008:

Nach einer irren Fahrt (Ich bin das erste mal links gefahren – was für ein Stress) vom Flughafen ins Hotel und einer kurzen Nacht, packten wir unsere Sachen ins Auto und machten uns auf die Stadt zu erkunden.

Erster Anlaufpunkt in Glasgow war das “Kelvingrove Art Gallery and Museum”. Das 1902 im spanischen Barockstil Gebäude ist die zweitbeliebteste Besucherattraktion Schottlands und das meistbesuchte Museum im Vereinigten Königreich außerhalb Londons. Kaum zu glauben, aber der Eintritt ist frei…völlig kostenlos…total gratis…absolut umsonst. Am Ausgang steht eine große Box, in der man eine kleine Spende abgeben kann, was wir natürlich gemacht haben.

Um ehrlich zu sein, abgesehen vom Museum mit seiner tollen Ausstellung fanden wir Glasgow nicht sonderlich prickelnd. Wir sind aber nicht nach Schottland nur um Glasgow zu sehen, sondern was vom Land. Also ab nach Norden aufs Land, Richtung Loch Ness.

Unterwegs hatten wir sogar ein bisschen blauen Himmel, aber 11 Grad Celsius ist für Mitte Juni dennoch ein wenig frisch.

Die “kleine Hütte” ist eine Jugendherberge in der wir gerne übernachten wollten, doch leider waren schon alle Zimmer belegt. Kein Wunder – bei dem Gebäude! Auf dem rechten Bild ist die Tourist-Info mit den tollen Mitarbeiterinnen die uns kurz vor Feierabend noch geholfen haben eine Unterkunft zu finden.

Das Hotel in Glasgow buchten wir schon von daheim aus und wollten dann unterwegs in B&B Häusern übernachten. Unterkünfte gab es genug, doch ich bezahle doch nicht 100 £ pro Zimmer und Nacht. Das sind immerhin knapp 140 Euro. Die Unterkunft war bei einer Privatperson, Heather MacDonald in Callander (Telefonnummer gibt es gerne auf ernst gemeinte Anfrage).

Tag 3, 18.06.2008:

Auf der Karte sieht Callander nicht weit weg von Fort Augustus aus, dem Ort am Loch Ness. In Wahrheit war es eine Fahrt von 3 Stunden, einfacher Weg. Unterwegs haben wir noch am Grab von Rob Roy (wurde mit Liam Neeson in der Hauptrolle verfilmt), einem schottischen Nationalhelden, gehalten.

Nach diesem kleinen Zwischenstopp ging es weiter Richtung Loch Ness durch die südlichen Highlands.

Fort Augustus ist ein kleines Nest ohne wirkliche Sehenswürdigkeiten, Loch Ness mal abgesehen.

Da es gerade einmal früher Nachmittag war und wir noch nicht zurück fahren wollten, machten wir uns noch weiter nach Norden auf. Auf Höhe der Mitte von Loch Ness befindet sich eine Burgruine. Urquhart Castle. Im Jahre 1230 wurde sie erbaut und um 1296 von den Engländern eingenommen, fiel aber danach an den schottischen König Robert the Bruce. Der letzte Burgherr verließ sie 1692, seitdem verfiel sie. In den 30er Jahren wurde sie von einer Privatperson erworben. Heute ist sie ein beliebtes Ausflugsziel.

Nun war es aber wirklich Zeit wieder zurück nach Callander zu fahren. Zurück zu Heather, dem tollen Zimmer mit dem noch tolleren Bett ;).

4. Tag, 19.06.2008:

Heute ging es nach Stirling, einer Stadt im Osten von Schottland, nahe der Hauptstadt Edinburgh. Stirling ist bekannt für seine historischen Schlachtfelder (unter anderem der Schlacht von Bannockburn). Die Altstadt wird klar geprägt von der stattlichen Burg.

Unsere Unterkunft in Stirling war die örtliche Jugendherberge, welche in einem historischen Gebäude untergebracht ist.

Sehr “amüsant” war ein Besuch in den Lochgefängnissen. Amüsant weil, der Fremdenführer sich insgesamt 5 mal umgezogen hat (darunter als Richter, Anwalt, Sträfling, Staatsanwalt und Gefängnisarzt) und die Besucher in seine “Show” eingebunden hat.

Außerhalb des Stadtzentrums befindet sich das sogenannte “Wallace Monument”. Das Wallace Monument ist eine Art Gedenkstätte für berühmte Schotten. Benannt ist das Monument nach William Wallace.

Im ersten Stock befindet sich die Halle des William Wallace. Dort ist neben einer 3D Animation die vom Leben des William Wallace erzählt auch das Filmschwert von Mel Gibson ausgestellt.

Der zweite Stock ist die sogenannte “Hall of Heroes”. Hier befinden sich Büsten der berühmtesten Schotten, wie z.B. Robert the Bruce – König von Schottland, Robert Burns – Schriftsteller und Poet (Auld Lang Syne) und Adam Smith – Philosoph.

Den Tag haben wir gemütlich in einem Pub ausklingen lassen und uns mit jungen Engländern unterhalten, die teilweise auch so ihre Probleme haben die Schotten zu verstehen, soll also was heißen.

5. Tag, 20.06.2008:

Unser Vorletzter Tag, genau genommen unser letzter an dem wir zumindest was unternehmen konnten. Was natürlich noch fehlt, war ein Besuch in Edinburgh, der Hauptstadt Schottlands. Es war von Stirling nicht mehr als eine Stunde Fahrt, so konnten wir also den ganzen Tag in der Stadt verbringen.

Vor unserem Hotel gab es einen Strand, zum baden nicht unbedingt ideal, aber nett anzusehen war’s trotzdem.

Vom Hotel in die Stadt war es eine Fahrt von knapp 20 Minuten, dort verbrachten wir unseren letzten Tag mit Sightseeing. Auch in Edinburgh wird die Altstadt durch die majestätisch wirkende Burg geprägt. Allerdings wurden wir durch den horrenden Eintrittspreis von 20 Pfund pro Person abgeschreckt. Nach einem leckeren Mittagessen ging es weiter durch die Straßen von Edinburgh.

So neigte sich dann unser vorletzter Tag dem Ende. Wir ließen ihn ganz entspannt mit einem guten Bierchen auf der Terrasse unseres Hotels ausklingen und genossen den Sonnenuntergang hinter den Highlands.


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