Ephesus

Etwa um 1100 v. Chr. haben ionische Griechen dieses Gebiet zum ersten Mal besiedelt und aus Ephesus wurde im Laufe der Jahrhunderte eine Metropole die in ihrer Blütezeit ca. 250.000 Einwohner zählte. Ephesus war eine der sichersten Hafenstädte an der heutigen Westtürkischen Küste. Ephesus ist im Grunde genommen nicht eine Stadt, sondern gleich drei.

Das erste Ephesus wurde an der Küste erbaut, jedoch wegen Verschlammung des Hafenbeckens sah man sich gezwungen eine Ortsverlagerung nach Osten vorzunehmen, kaum drei Jahrhunderte später musste auch diese Siedlung, diesmal wegen des steigenden Wasserspiegels, aufgegeben werden. Man baute diesmal die Stadt zwischen den Hügeln Koressos und Pion, allerdings wurde der Hafen auch hier nach kurzer Zeit Opfer der Schlammmassen des “Kücük Menderes” Flusses.

Die Architektur in Ephesus zählt zu der beeindruckendsten der ganzen Türkei. Dazu zählen das größte Amphitheater der Türkei mit Platz für bis zu 25.000 Menschen, die Fassade der Celsus-Bibliothek und die zahlreichen Öffentlichen Bäder. Kurz vor der Zeitenwende wurde Ephesus ins römische Imperium eingegliedert. 300 n. Chr. fielen aber die Goten in Ephesus ein und machten den Hafen erneut unbenutzbar für jegliche Handelsschiffe. Im 7. und 8. Jh. plünderten arabische Truppen die Stadt und im Jahre 1090 und 1097 vertrieben türkische Truppen die restlichen Christen aus Ephesus.

Nach dem Mausoleum des Königs Mausolos in Bodrum stand unweit von Ephesus das zweite Weltwunder der Antike in der Türkei, der Artemistempel. Er wurde bereits 600 Jahre vor Christi Geburt erbaut und bestand aus 127 jeweils 19 Meter hohen Säulen und wurde komplett aus Marmor erbaut.

Der Tempel wurde im Jahre 356 v. Chr. durch einen geistesgestörten in Brand gesteckt und brannte völlig nieder. Nachdem Alexander der Große in Ephesus rast machte, besuchte er die Überreste des Tempels und überzeugte die Einwohner Ephesus’ diesen wieder aufzubauen. Nach 120 Jahren Bauzeit wurde der Tempel fertiggestellt und wurde ein knappes Jahrtausend später durch die Goten zerstört. Heute zeugt eine einzig aufrecht stehende Säule noch von diesem Bauwerk. Die Reste versanken im Schlamm des “Küncük Menderes” Flusses. Auf dem Hügel hinter den Resten des Tempels befindet sich die Ruine der St. Johann Basilika.

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