Vier Kategorien die einen Oscar verdienen

Der Oscar, offiziell Academy Award of Merit wird seit dem Jahr 1929 in bis zu 30 Kategorien regelmäßig verliehen. An und für sich ist das eine tolle Sache, es werden Filmemacher für ihre (mal mehr mal weniger) künstlerische Arbeit ausgezeichnet.

Es wurden zwar in den Jahren schon einige Kategorien abgeschafft, aber mir persönlich würden auf Anhieb vier Kategorien einfallen die man neu aufnehmen könnte, da auch hier jede Menge Arbeit dahintersteckt bzw. jeden Film prägen.

Kategorie: Bester Stunt

Zwar werden seit 2001 Stuntfrauen und -männer mit dem “Taurus World Stunt Award” ausgezeichnet, was ich klasse finde – denn schließlich halten diese mutigen Frauen und Männer im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf für Stars und Sternchen hin. Doch hat der Oscar mehr…Aussagekraft und Bedeutung. Ich würde es begrüßen wenn die Verantwortlichen darüber nachdenken würden, neben den Spezialeffekten wie etwa Pyrotechnik und Computeranimationen auch die “körperlichen Spezialeffekte” honorieren würden. Ich habe mir mal drei Szenen rausgesucht die ich zumindest nominieren würde – Film ab:


Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes: Dr. Jones (Harrison Ford) flieht vor der Steinkugel (1981)

Speed: Officer Jack Traven (Keanu Reeves) springt aus einem fahrenden Auto in einen fahrenden Bus (1994)


Ronin: Eine wilde Verfolgungsjagd durch die Straßen von Paris (1988)


Kategorie: Die beste Eröffnungssequenz

Manche Filmemacher legen großen Wert auf einen guten Abspann. Jackie Chan zum Beispiel, füllt den Abspann jedes Films mit schief gelaufenen Stunts und Versprechern. Ganz nett, aber eine gelungene Eröffnungssequenz finde ich persönlich wichtiger, sie soll mich unterhalten oder auch informieren was mich erwartet – dafür gibt es bereits einige gute Beispiele. Auch hier habe ich mir drei Filmanfänge rausgesucht:

Star Wars (1977)


Das Leben des Brian (1979)


James Bond 007 – Casino Royale (2006)



Kategorie: Das beste Schauspiel-Duo / -Ensemble

Filme leben von ihren Darstellern, hier sind wir uns sicher alle einig. Es gibt Filme die sieht man sich nicht wegen der Handlung an, sondern wegen der Chemie zwischen den Schauspielern. Dabei ist es völlig egal ob es sich hier um ein Duo oder gleich eine ganze Gruppe an Schauspielern handelt. Warum deshalb nur die beste Schauspielerin und Nebendarstellerin, bzw. besten Darsteller und Nebendarsteller ehren? Machen wir eine Kategorie Bestes Filmduo bzw. Bestes Ensemble daraus:


Red Heat (1988)

Arnold Schwarzenegger (Hauptmann Ivan Danko) spielt einen sowjetischen (der Film spielt während des kalten Krieges) Polizisten um einen georgischen Drogendealer, der in die Vereinigten Staaten geflohen und Auslieferungshaft in Chicago ist, nach Hause zu bringen. James Belushi (Detective “Ridzik”) spielt seinen temporären Partner der Chicagoer Polizei. So wortkarg und rational die Rolle von Schwarzenegger gespielt wird, so ausgeflippt und unberechenbar spielt sie Belushi – so macht es immer wieder Spaß diesen Film anzuschauen.

Red Heat

Die üblichen Verdächtigen (1995)

Nach einer Lkw-Entführung in New York sind fünf Betrüger (Gabriel ByrneDean Keaton, Kevin Spacey - Roger ‘Verbal’ Kint, Kevin PollakTodd Hockney, Stephen BaldwinMichael McManus, Benicio Del ToroFred Fenster) festgenommen und zum Verhör zusammengebracht worden. Da keiner von ihnen ist schuldig, planen sie eine Racheaktion gegen die Polizei. Die Sache geht so lange gut bis sie in den Einflussbereich eines legendären Meisterdieb Namens Keyser Söze gelangen. Es wird deutlich, dass jeder von ihnen Söze irgendwann “beleidigt” hat und nun für ihn EINEN Job erledigen muss. Aber, wer ist eigentlich Keyser Söze?

Die üblichen Verdächtigen

Training Day (2001)

Denzel Washington spielt den L.A.P.D. Detektiv Alonzo Harris, ein Veteran der Drogenfahndung, dessen Methoden zur Durchsetzung des Rechts mehr als fragwürdig sind. Während des sogenannten “Training Day” folgt Jake Hoyt (Ethan Hawke) ihm für 24 Stunden auf seiner Runde durch die Straßen von Los Angeles. Hoyt ist sich nicht sicher ob Harris ‘Methoden für die Befreiung der Straßen von South Central Los Angeles von Drogen, richtig oder falsch ist – je weiter der Tag voranschreitet, desto größer wird sein Dilemma.

Training Day

Kategorie: Der beste Trailer

Zugegeben, Werbung nervt. Ob das jetzt Fernsehwerbung ist oder Werbung im Kino. Aber – ich freue mich jedes Mal aufs Neue auf die Trailer für kommende Filme, sie sind neben einem kreativen und aussagekräftigem Filmposter das wichtigste wenn es darum geht einen Film zu vermarkten. Für mich muss ein Trailer unterhaltsam sein und einen guten Einblick in den Film bieten (aber nicht zu viel verraten). Er muss mich gleich beim ersten ansehen überzeugen, eine zweite Chance bekommt er nicht. Wie in den vorangegangenen Kategorien habe ich mir hier drei Trailer ausgesucht die ich nominieren würde:

Kiss Kiss Bang Bang (2005)


Inglorious Basterds (2009)


Inception (2010)




Was ist mit Euch, fallen Euch noch zusätzliche Kategorien oder noch weitere Filme zu “meinen” Kategorien ein? Hinterlasst einfach einen Kommentar und wenn genügend Vorschläge zusammenkommen werde ich diese gesammelt in einen eigenen Artikel packen :)


Quelle Bilder: www.themoviedb.org

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Dieser Beitrag wurde am Freitag, 6. Mai 2011 um 12:00 Uhr erstellt und unter der Kategorie Top-10 (oder auch weniger) abgelegt. Wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, hinterlasse einen Kommentar, oder setze einen Trackback von Deiner eigenen Homepage.

Ein Kommentar to “Vier Kategorien die einen Oscar verdienen”

Axel Freitag, 6. Mai 2011 at 12:54

Hallo, Philippe,

geiler Artikel! I like! :-)

In der Kategorie „Stunt“ würde ich noch die Verfolgungsszene aus “The Rock” aufnehmen, in der Sean Connery und Nicolas Cage halb San Francisco verwüsten. Inklusive Hummer und Cable Car. ;-))

Dazu fällt mir noch die Hafen-Szene aus „A-Team“ ein. Da zerlegen sie auch einiges…

Beim Schauspiel-Ensemble würde ich die Ghost Busters noch sehen wollen.

Viele Grüße, mach weiter so!

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